Ute Lemper meldet sich zurück
(Musik News - 07.05.2008)

Ute Lempers Come back in Deutschland begann mit 15 Minuten Verspätung. Doch ihre überwiegend ältere Fangemeinde ließ sich nicht beirren.

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Beim Start ihrer verkürzten Deutschlandtournee ist «La Lemper» am Montag begeistert gefeiert worden, obwohl der Saal der Musik- und Kongresshalle nur gut zur Hälfte gefüllt war. Die ursprünglich geplanten Konzerte in Stuttgart, Freiburg und Baden- Baden wurden nach Angaben des Konzertveranstalters wegen Dreharbeiten in den USA zu einem Dokumentarfilm über den Broadway abgesagt.

Auf dem Programm des Auftaktkonzertes standen Songs aus Lempers neuem Album «Between yesterday and tomorrow», aber auch europäische Chansons und Lieder von Kurt Weill. Begleitet wurde sie von Moris Pleasure (Bass), Mark Lambert (Gitarre), Werner Gierig (Piano), dem Trompeter Nils Weulker und ihrem Mann Todd Turkisher am Schlagzeug.

«Ich möchte Sie auf eine Reise durch das Leben mitnehmen», hauchte Lemper zu Beginn ins Mikrofon. Die Lieder ihres neuen Albums, alle von ihr selbst geschrieben und von den Musikern ihrer Band arrangiert, erzählten die Geschichte ihres Lebens, aber auch des Lebens aller Menschen, voller Traurigkeit, aber auch voller Liebe und Heiterkeit, sagte sie. Besonders anrührend gelang ihr das in dem Lied «Nomads», das sie zum Teil auf Arabisch sang. Es basiert auf einem Gedicht eines islamischen Gelehrten aus dem 12. Jahrhundert und mahnt zur Liebe, die im Mittelpunkt aller Religionen steht.

Neben Titeln von ihrer neuen CD sang sie aber auch Chansons, wie Hildegard Knefs «Für mich soll's rote Rosen regnen», das von Franz Waxmann für Marlene Dietrich geschriebene «Allein in einer großen Stadt» und Marguerite Monnots «Milord», das durch Edith Piaf unsterblich wurde. Sowohl ihre eigenen Lieder als auch die Chansonklassiker interpretierte Lemper auf ihre ganz eigene Art, sehr jazzig. Musikalisch pendelten sie und ihre hervorragenden Musiker souverän zwischen Welt- und Popmusik, zwischen Jazz und Funk.

Lempers Bühnenauftritt dagegen fehlte es mitunter an Souveränität. Sie zupfte an ihrem tief ausgeschnittenen schwarzen Satinkleid herum, und bei ihrer zwischen Deutsch und Englisch wechselnden Moderation kam sie gelegentlich ins Stottern. Das Publikum war dennoch begeistert.

Weitere Stationen der Tour sind Berlin (7. Mai), Dortmund (8. Mai) und Düsseldorf (10. Mai).




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