Thomas D: Deutscher Hip-Hop-Szene fehlt Identität
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Musik News
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02.06.2008
)
Die deutsche Hip-Hop-Szene hat dem Rapper Thomas D (39) zufolge keine eigene Identität.
Musik, Texte und Show seien häufig ein Abklatsch der US-Stars. «Die eigene Identität, die sich viele da auf den Leib schreiben, ist 'ne Kopie von der amerikanischen Ghetto-Kultur.»
Dies sagte das Mitglied der Hip-Hop-Gruppe Die Fantastischen Vier in einem Gespräch mit der dpa in Hamburg. Die aggressiven und frauenfeindlichen Texte einiger deutscher Rapper finde er schlimm. «Für mich ist das schon fast ein Missbrauch.» Musik sei ihrem Wesen nach positiv. «Das Einzige, was Musik negativ machen kann, ist der Text.»
Sich selbst sieht Thomas D, der im Herbst sein drittes Solo-Album «Kennzeichen D» veröffentlichen will, nicht als Hip-Hopper. «Ich mache Sprechgesang und bin dadurch ein Rapper.» Den Musikstil finde er natürlich gut, die gesamte Kultur sei ihm aber von Anfang an zu amerikanisch gewesen. «Deshalb haben wir ja auch angefangen, unser eigenes Ding zu machen», sagte er mit Blick auf die Fantastischen Vier, die die deutsche Rap-Welle Anfang der 1990er Jahre ins Rollen brachten.
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