The Duke Spirit beschwören Seegeister
(Musik News - 16.04.2008)

Sie gelten bei uns immer noch als Geheimtipp, dabei haben The Duke Spirit vor zwei Jahren mit «Cuts Across the Land» ein fulminantes Debütalbum fabriziert.

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Aber es gibt anscheinend einfach zu viele Bands von der Insel, das Londoner Quintett um Sängerin Liela Moss ging mit seinem lupenreinen, intelligenten Indie-Rock ein wenig unter.

Jetzt legt «Englands sexieste Band» («Spiegel Online») nach einer ausführlichen US-Tour ihr neues Album «Neptune» vor, eine gar nicht alltägliche Flaschenpost mit zwölf funkelnden Songs: eingängige, schnelle Rocknummern stehen neben mäandernden Balladen, hymnische Lovesongs treffen auf leise Beschwörungen.

Liela Moss prägt als verführerische Meerjungfrau die Sirenengesänge dieses Albums, und man folgt der charismatischen Stimme gerne, in die Strudel von Lust, Leidenschaft, Wut und Liebe. Am Ende scheint die Lebenslust zu überwiegen, das programmatische «This Ship was build to last», ein Songtitel von Bassist Toby Butler, gibt den Kurs vor. Die pathetischen Schiffbrüche überlassen The Duke Spirit, die Sonic Youth und Björk zu ihren Einflüssen zählen, anderen.

Die Metaphern von Seefahrt und Wasser ziehen sich wie eine unterirdische Strömung durch dieses Album, dabei wurde «Neptune», produziert von Chris Goss, in der amerikanischen Wüste drei Autostunden entfernt von L.A. aufgenommen. Die Gegensätze haben sich befruchtet, auch wenn die Songs längst in England geschrieben waren. Entstanden ist auf jeden Fall ein trunkendes, betörendes Album.


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