Sera Cahoone mit lässigem Country-Pop
(
Musik News
-
11.04.2008
)
Und wieder ein neues Gesicht und eine neue Stimme aus dem schier unerschöpflichen Reservoir amerikanischer Singer/Songwriterinnen.
Sera Cahoone, die seit zehn Jahren in Seattle lebt, machte ihre ersten Bühnenerfahrungen bereits im zarten Alter von zwölf Jahren: als Schlagzeugerin bei einem Open-Mic-Wettbewerb. Den Drums ist sie lange treu geblieben, hat sich ihren Weg durch etliche Indie-Bands getrommelt, aber vor zwei Jahren war Schluss. Da legte Sera Cahoone ihr Debütalbum mit eigenen Songs vor.
Jetzt folgt das zweite Album beim großartigen Indie-Label Sub Pop, «Only as the Day is long», zehn bisweilen melancholisch verschattete Songs zwischen Country und Songwriter-Pop. Unaufgeregt schön.
Diese Frau hat einfach einen Hang zum Noir: «Ich begebe mich an einen düsteren, traurigen Ort, wenn ich Songs schreibe. So entstehen meine Sachen. Dabei bin ich in Wirklichkeit kein trauriger Mensch». Auch wenn Titel wie «Shitty Hotel» oder «Happy when I'm gone» das Gegenteil nahelegen.
Sera Cahoone ist ein ruhiges, lässiges Album geglückt, mit einer individuellen Handschrift, unterstützt von hervorragenden Musikern wie den Gitarristen Jason Kardong und Jeff Fiedler, die aus dem Umfeld der Seattler Indie-Folkrocker Grand Archives stammen, die gerade ihr hochgelobtes Debütalbum vorgelegt haben.
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