Metal-Gipfel wird zur Schlammschlacht
(Musik News - 21.06.2010)

JONSCHWIL (SG) – Harte Klänge, aufgeweichter Boden.

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Das hochkarätigste Metal-Festival aller Zeiten in der Schweiz lässt trotz Sauwetter niemanden kalt.

«Ich hoffe, dass die Leute nicht erfroren sind, bis wir loslegen», meint Slayer-Gitarrist Kerry King vor dem Auftritt. Seine Angst war unbegründet. Obwohl viele der über 40‘000 Besucher am «Sonisphere» bereits die Nacht im strömenden Regen verbracht hatten, war die Stimmung im sanktgallischen Jonschwil in 30 Zentimeter tiefem Schlamm bald auf dem Siedepunkt. Schliesslich spielten mit Metallica, Slayer, Anthrax und Megadeth zum ersten Mal die grossen Vier des Thrash-Metal am selben Festival.

Irgendwann hatte auch Petrus ein Einsehen mit den Rock-Fans und schloss die Schleusen. Und spätestens nachdem Slayer ihr Konzert mit dem krachenden «Reign in Blood» beendeten, hatte so manch hart gesottener Rockfan ein kühles Schlammbad nötig. Eine Stunde lang brachialer Metal mit höchster Präzision liessen die Menge toben.

Motörhead mit dem unverwüstlichen Lemmy Kilmister sorgten für das nächste Higlight, bevor die Bühne für Metallica freigegeben wurde. Dass Drummer Lars Ulrich mit dem Tempo seiner Kollegen nicht mehr ganz mithalten kann, ist nicht neu. Fehlende Abstimmung versuchten die Heavy-Legenden um Frontmann James Hetfield mit Energie wettzumachen. Nach zwei Stunden bretterte die «Metal Militia» zum Abschluss wie gewohnt «Seek and Destroy» in den Nachthimmel. (zeb)




Quelle: Blick.ch




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