Ina Müller stellt neues Album vor
(Musik News - 28.03.2008)

Aus der anfänglichen Angst vor ihrem neuen Album macht Musikerin und Moderatorin Ina Müller kein Geheimnis: «Ich hatte wirklich richtig Schiss!»

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Sorgen bereitete ihr ausgerechnet der erfolgreiche Texter Frank Ramond. «Er schreibt schließlich auch für all die anderen Hamburger Mädels wie Annett Lousian, Barbara Schöneberger und Roger Cicero», sagt sie und schickt lachend ein «Entschuldigung! Kleiner Scherz!» in Richtung Cicero. «Ich habe mich wirklich gefragt: Welche Ideen soll Frank noch haben?» Doch nach einer Woche Brainstorming auf Sylt kam sie «pfeifend und erleichtert» zurück nach Hamburg: «Ja, wir schaffen es wie bei der ersten CD!»

Es sind vor allem persönliche Erlebnisse, die die Musikerin in ihren 13 Liedern auf ihrem Album «Liebe macht taub» besingt. «Diesmal geht es schon sehr viel mehr um mich. Frank hat gut zugehört bei meinem Beziehungsgeheule», sagt die 42-jährige Hamburgerin, die nach einer langjährigen Beziehung inzwischen wieder Single ist. Vor anderthalb Jahren hatte sie mit «Weiblich.Ledig.40» ihr Debüt vorgelegt, das ihr eine Goldene Schallplatte eingebracht hat. Die CD und die erste Tour machten das prominente «Nordlicht» auch in anderen Teilen Deutschlands bekannt. Auch in diesem Jahr will das Multitalent, das bei der jüngsten Echo-Verleihung zu den Nominierten gehörte, wieder auf Konzertreise gehen.

Auf einen deutschlandweiten Auftritt im Fernsehen verzichtete die Moderatorin jedoch: Ihre NDR-Sendung «Land und Liebe» wechselt in die ARD - allerdings ohne die quirlige Norddeutsche. «Es ist mir schwer gefallen, das abzusagen. Aber es gibt diese Bauchgefühle, auf die man sich verlassen muss», sagt Müller. Mit der Show, in der auf dem Land lebende Singles einen Partner suchen, hatte sie ihre TV-Karriere beim Norddeutschen Rundfunk begonnen. Aber RTL habe ihr dies mit dem Format «Bauer sucht Frau» zuletzt bereits verleidet. Dennoch drückt sie der künftigen ARD-Sendung die Daumen. «Ich hoffe, dass es noch nicht so ausgereizt ist und dass RTL nicht noch den letzten Bauer und die letzte Kuh hinter der Hecke hervorholt.»

Die Künstlerin, die in Köhlen bei Cuxhaven in einer Bauernfamilie aufwuchs, will sich auch künftig auf beide Bereiche konzentrieren - auf die Musik und das Fernsehen. Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) laufen weiterhin ihre Sendung «Inas Norden» und die Talkshow «Inas Nacht». Außerdem feilt die Kabarettistin - früher ein Teil des Duos «Queen Bee» - an einem neuen Format, zu dem sie bislang nur verraten will, dass es ebenfalls auf dem Land angesiedelt sein soll. Und sie gesteht, dass der Quotendruck sie ebenfalls vom Sprung ins Erste abgehalten hat: «Ich bin da auch ein bisschen feige. Morgen für Morgen aufzustehen und sich dann dieses Quotengelaber anzuhören - so stark bin ich nicht, das halte ich nicht aus.»

Ohnehin empfindet sie sich nicht als «so taff, wie alle denken». «Verletzlicher als auf diesem Album kann man gar nicht sein», meint die Musikerin. Mit ihrer rauchigen Stimme thematisiert sie zu Rock, Pop und Country mal traurig, mal witzig alles rund um Liebe und Männer. Einen Song widmet sie den «anstrengenden Jungs um die 50, die doch eigentlich sowieso nur "Zurück in Muttis Bauch" wollen». «Du brauchst keinen Grund, um zu gehen, wenn du keinen mehr hast, um zu bleiben», singt sie über das Ende einer Liebe und meint: «Das ist doch der Grund, warum wir leben: Wir wollen Emotionen, wir wollen verliebt sein. Ich bin viel verletzlicher und viel emotionaler als man denkt.»


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