Erinnerung an Ten Years After
(
Musik News
-
29.05.2008
)
Sie schöpften ihre Inspiration aus den gleichen Quellen, im Gegensatz zu den Rolling Stones ...
...und den Beatles blieb der englischen Band Ten Years After um den Ausnahme-Bluesrockgitarristen Alvin Lee der dauerhafte Erfolg allerdings verwehrt.
Lees fulminantes 10-minütiges Solo auf «I'm Going Home» im Woodstock-Film 1969 machte seine Gruppe zwar unsterblich, aber danach wollte das Tour-Publikum meist nur den «blitzschnellsten Gitarristen» der Welt sehen und hören. Desillusioniert zog sich Lee in sein mittelalterliches Herrenhaus in Berkshire zurück und löste die Gruppe 1975 endgültig auf.
Dabei hatten Ten Years After bis dahin 12 Longplayer mit einer unverwechselbaren Mischung aus Rock und Blues veröffentlicht. Ihr Handwerk hatten die Musiker unter anderem in den frühen Sechzigern im Star Club auf der Reeperbahn in Hamburg gelernt. Neu aufgelegt wurde jetzt das Album «Watt» aus dem Jahre 1971, das unbedingt zu ihren besseren Werken gehört. Zum Glück hat auch der Zahn der Zeit an diesem Klassiker nicht genagt, die Songs klingen vital und lebendig, die Produktion vom Altmeister Chris Wright ist glasklar.
Die Neuauflage kommt zwar ohne die üblichen Bonustracks, Booklet und jeglichen Schnickschnack aus, aber das macht ja nichts. Hier steht ohnehin die Musik im Vordergrund. Übrigens, die CD basiert auf einem digitalen Remaster von 2004 und war früher nur als teurer Japan-Import erhältlich.
Obwohl «Watt» schon immer im Schatten des Vorgängers «Cricklewood Green» («Love Like A Man») stand, sind hier Alvin, der mit ihm nicht verwandte Ric Lee am Schlagzeug, Chick Churchill an der Orgel und Bassist Leo Lyons in Höchstform. Kaum zu glauben, dass dieses Album in einer Pause zwischen schier endlosen Tourneen entstand.
Mit dem treibenden Album-Opener «I'm Coming On» legen sie die Grundstimmung fest und nach der gefühlsvollen Bluesballade «My Baby Left Me» geht es virtuos weiter bis zu einer Verschnaufpause beim filmmusikalischen Western-Instrumental «The Band With No Name». Nach «She Lies In The Morning» kommt der starke Ausklang mit einer Cover-Version von Chuck Berrys «Sweet Little Sixteen» aufgenommen beim Rockfestival auf der Isle of Wight 1970.
Für weitere Informationen, hier klicken...
zurück?
Home
Musiker & Bands
Charts
Anmeldung
Backstage
Musik Business
Anmeldung
Backstage
Events
Event anmelden
Partner
Newcomerradio
Kazzong
Fundgrube
Inserat aufgeben
Links
FAQ
Musterverträge