Der Poet aus dem Norden: Teitur, der Sänger
(
Musik News
-
28.03.2008
)
Schon Teiturs letztes in Deutschland erschienene Album «Stay Under The Stars», das sich so gekonnt zwischen einsamen Songwriting ...
...und schön inszeniertem Pop bewegte, war außergewöhnlich gut gelungen.
Aber mit «The Singer» hat sich der Poet von den Färöer Inseln selbst übertroffen. Auf Gotland, einer Insel vor der Küste Schwedens, hatte sich Teitur zurückgezogen, um im Herbst auf dem verwaisten Anwesen einer Prinzessin aus dem 19. Jahrhundert, das in der Saison ein Hotel ist, ein Album aufzunehmen, das sich die Kargheit und das eindringliche Gefühl von Einsamkeit und Stille früherer Songs bewahrt, doch durch zuweilen fast ein wenig exzentrisch anmutende Arrangements an zusätzlicher Spannung gewonnen hat.
Da reicht manchmal ein Cello zur Begleitung («Guilt By Association») oder «singen» klagende Trompeten ein trauriges Lied («We Still Drink The Same Water»). Dabei hat Teitur, zu dessen Bewunderern Rufus Wainwright, Aimee Mann oder John Mayer gehören, seinen Hang zu dramatischer Schwelgerei und Theatralik weiter vertieft und mit «The Singer» ein kunstvoll inszeniertes Album aufgenommen, das den Ruhm des 1977 geborenen Singer-Songwriters mehren sollte.
«Ich hatte schon immer die Stimme dafür, und jetzt bin ich Sänger», bekundet Teitur im Titelsong «The Singer». «Ich singe über meine Einsamkeit und dafür danken sie mir», heißt es weiter. Große Kunst ist das - emotional aufgeladen und eindringlich dargeboten. Teitur ist momentan auf Deutschlandtournee.
28.03.2008 München Ampere
30.03.2008 Berlin Roter Salon
31.03.2008 Bielefeld JZ Kamp
01.04.2008 Köln Prime Club
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