50 Cent: Before I Self-Destruct Tour 2010
(Konzert News - 30.12.2009)

Endlich ist es soweit – nach fast drei Jahren Abstinenz ...

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...von deutschen Bühnen kommt der erfolgreiche Rapper 2010 wieder für drei Konzerte nach Deutschland. Für das Zusatzkonzert in Hamburg sind sogar exklusive Hardtickets verfügbar.

So wie es aussieht, kann keiner 50 Cent das Wasser reichen. Er steht nach wie vor ganz, ganz oben. Ausnahmslos alles, was er anpackt, wird zu Gold und geht durch die Decke. In den letzten Jahren hat er so viel Ruhm und Reichtum angehäuft, dass einem schwindelig wird, und doch ist es ihm irgendwie gelungen, sich selbst und seiner eingeschworenen Fangemeinde dabei stets treu zu bleiben. Erst vor kurzem hat er sein Album "War Angel" kostenlos ins Netz gestellt, dabei hätte er die 12 Tracks auch locker als nächsten offiziellen Release in die Läden bringen und dafür abkassieren können. "Ich wollte damit die Kids auf der Straße bedienen, weil sie so einen Sound sonst nirgendwo bekommen", sagt 50. "Selbst aus meinem Mund klingt es ehrlich gesagt ganz schön verrückt, aber ich muss sagen: Das, was ganz am Anfang die Liebe zum HipHop in mir geweckt hat, kann nur dann weiterexistieren, wenn ich das Genre auch dahingehend vorantreibe und repräsentiere. Was auch bedeutet, dass ich eine verdammt wichtige Rolle in der HipHop-Welt einnehme, weil es außer mir keinen richtig großen Rapper gibt, der diese Energie in seinem Sound zum Ausdruck bringt."

Deutliche Worte. Allerdings ist 50 Cent bekanntermaßen kein Typ, der zu Übertreibungen neigt. Nun, da er mit "Before I Self Destruct" sein viertes Studioalbum veröffentlichen wird, inspiziert 50 die aktuelle Rap-Landkarte und vergleicht sie mit derjenigen, die er mit "Get Rich Or Die Tryin’" erstmals auf den Kopf gestellt und erobert hat. Für seinen Rundgang durch die Trümmer und Ruinen des Genres, durch endlos lange Reihen von mittelmäßigen Eintagsfliegen-MCs, den Kopf stets in geduckter Haltung, um den Attacken von Kollegen seiner Zunft und dem einen oder anderen medialen Seitenhieb zu entgehen, hat sich 50 Cent zurückgezogen und gemeinsam mit seiner Crew im stillen Kämmerlein sein neuestes Meisterwerk kreiert. Die radiotaugliche erste Single "Baby By Me" (featuring Ne-Yo) ist in den Staaten schon längst auf Erfolgskurs, und im Video dazu ist Kelly Rowland als Geliebte an seiner Seite zu sehen. Doch danach wird die Stimmung der LP spürbar düsterer: "Psycho" (featuring Eminem) ist ein knallhart-atemloser Rundumschlag, druckvoll, schnell und angenehm chaotisch. Über dem von Dr. Dre geknüpften Klangteppich aus bedrohlichen Orgel-Sounds und kirchenähnlichem Hall geben die beiden Rapper alles, um auch ja nicht Luft zu holen und den jeweils anderen abermals zu übertreffen. Ein absoluter Ausnahme-Track. Das von J Keys produzierte "Hold Me Down" ist mit seiner satten Bassspur und dem Steel-Drum-Beat der veritable Nachfolger von "P.I.M.P."; dabei muss man noch ein bisschen tiefer graben, um 50s versteckte Hommage an die Lehren des "Street Life" zu entdecken...

Dann nämlich stößt man auf "Gangsta’s Delight": Produziert von einem ganz und gar wieder belebten Havoc, handelt es sich dabei um eine bedrohliche Neuauflage vom Sugarhill-Gang-Klassiker "Rapper’s Delight" – allerdings enden die Gemeinsamkeiten auch schon im Songtitel. Mit 50s zungenbrecherischem Flow und Havocs Donnerschlag-Beats katapultieren die beiden das gesamte Gangsta-Rap-Genre mal eben auf komplettes Neuland (und ehrlich gesagt hätte der Autor dieser Zeilen beinahe die Repeat-Taste am eigenen CD-Player sowie seine persönlichen Kontakte zu den Verantwortlichen von G-Unit Records zerstört, weil er von dieser Nummer einfach nicht genug kriegen konnte). Kurzum: "Gangsta’s Delight" übertrifft alles. Man kann diesen Song mit nichts vergleichen – und ausschalten kann man ihn schon gar nicht. Was auch für das Album als Ganzes zutrifft. "Before I Self Destruct" erschien hierzulande übrigens am 13. November.

Doch damit nicht genug: Denn 50 Cent hat zu seinem neuen Longplayer auch noch einen Film geschrieben, bei dem er auch selbst die Regie und die Rolle des Produzenten übernommen hat: er heißt ebenfalls "Before I Self Destruct", und natürlich hat 50 darin auch selbst die Hauptrolle gespielt. Der Film liegt dem Album bei, wobei die Fans das Album auch zusammen mit einer Dokumentation über das Leben (und den viel zu frühen Tod) von Jam Master Jay bekommen können. Auch keine schlechte Geste.

Mehr als über alles andere werden sich seine Fans aber sicher über die drei angekündigten Deutschland-Konzerte freuen. Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets!


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