The Evangelist: Robert Forster ist zurück
(
Musik News
-
20.04.2008
)
Die Go-Betweens sind Geschichte, seit dem Tag im Mai 2006, als Grant McLennan im Alter von nur 48 Jahren an Herzversagen starb.
Aber sein Freund, Weggefährte und Bandkollege Robert Forster hat trotz der Trauer seine Karriere nicht beendet.
Er schrieb mit «A True Hipster» einen bewegenden Nachruf auf seinen Kumpel, arbeitete als Musikkritiker für ein australisches Magazin, und legt jetzt sein neues Album vor. Nicht sentimental oder wehleidig, sondern hellwach und kraftvoll.
«The Evangelist» ist noch einmal ein authentisches Go-Betweens-Album geworden, drei Songs («Demon Days», «Let Your Light in, Babe» und «It Ain't Easy») sind noch zusammen mit Grant McLennan entstanden, und die alten Mitstreiter Adele Pickvance und Glenn Thompson sind wieder mit dabei.
Aber Forster macht auch nicht einfach weiter, sondern lässt sein Album mit einem langgezogenen Ton von einem alten Casio- Synthesizer beginnen. Innehalten, «If it Rains» kommt als starkes, besonnenes Statement daher, ein Song, um erst einmal wieder Boden unter den Füßen zu bekommen, bevor in «Demon Days» die Trauer überwiegt. Die ersten fünf Zeilen dieses Songs stammen noch von McGrant, Forster hat dann weitergeschrieben.
Natürlich sind einige Songs eher auf Moll gestimmt, aber es gibt auch wieder wunderbar eingängige Popperlen wie «Let Your Light in, Babe». Kantiger kommen typische Forster-Stücke wie «Pandanus» oder «A Place to Hide Away» daher. Mit «It Ain't Easy» erinnert Forster an seinen Freund: «A sly grin, that played to win, we will not see his kind again». Ein denkwürdiges Album.
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