Musikcenter FAQ



FAQ - MP3, Software, Hardware und Musik im Internet:

Was ist Mp3?

Gibt es Alternativen zu MP3?

Systemvoraussetzungen für MP3.

Wie man MP3-Files erstellen kann.

Wie erstelle ich Mp3s von Kassetten, Radio oder Stereoanlage?

Was bedeutet Samplefrequenz, was ist der Unterschied zwischen 8- und 16-Bit Mp3s?

Was ist der Unterschied zwischen Streaming und Download?

Welche Software sollte man haben, um im Internet nach Musik zu suchen?

FAQ - Urheberrecht und Rechte an der eigenen Musik schützen:

Was ist das Urheberrecht?

Wann beginnt und wann endet das Urheberrecht?

Wie kann ich meine Musik schützen?

Wenn man einen Song im Netz verkauft, darf er dann von jedem Käufer beliebig kopiert werden?

Was ist Mp3?

MP3 (bzw. MPEG1-Layer3) ist ein komprimiertes Audio-Format, das dennoch annähernd CD-Qualität erreicht. Dieses Ziel wird durch eine Kombination herkömmlicher Komprimierungsroutinen mit Erkenntnissen aus der Psychoakustik erreicht.
Komprimierungsverfahren für Audio- und Video-Daten sind in letzter Zeit stark vorangekommen. Die große Nachfrage nach Komprimierungsstandards für, vor allem für das Internet, hat zur Gründung der Moving Picture Experts Group (MPEG) nach der die verschiedenen MPEG-Formate benannt sind.

Das Grundproblem war, Algorithmen zu finden, die die großen Datenmengen von Audio- und Videoaufnahmen effizient reduzieren können (5 min. CD-Musik schlucken ohne Komprimierung etwa 50 Mb!). Für viele Anwendungen (DV-Kameras, Internet) mussten nun sparsamere Formate gefunden werden. Dieses Ziel sollte möglichst ohne deutliche Qualitätseinbußen erreicht werden.

MPEG Entstand im Januar 1988 in Turin beim Centro di Studi e Laboratori Telecomunicazioni S.p.A mit dem Ziel, einen weltweiten Standard zur Darstellung von Audio und Video-Daten zu erarbeiten. Das Resultat waren verschiedene MPEG-Formate, die auf jeweils besondere Situationen zugeschnitten sind.

MPEG1: Kodiert audiovisuelle Signale mit einer Bit-Rate von ca. 1,5 Mb/s. Die Qualität ist etwas schlechter als die des Fernsehsignals. Dabei belegt das Videosignal etwa 1,2 Mb/s und das Audiosignal den Rest, 0,3 Mb/s.

Audioeigenschaften:
Sample-Frequenz: 32, 44.1 und 48 kHz
Anzahl an Kanälen: 1 oder 2
Kanalbelegungen: mono, dual-mono, stereo, joint-stereo
Bit-rate: 32-224 kb/s pro Kanal
Bit-rate für sehr gute Qualität: 192 kb/s
Unterschiedliche Kompressionsstufen, (3 verschiedene Layers):
Layer I: einfach und schnell (bit-rate > 128 kb/s, wenig Komprimierung)
Layer II: komplexerer Algorithmmus (bit-rate = 128 kb/s)
Layer III: die z.Zt. komplizierteste Berechnung, entwickelt vom Fraunhofer-Institut (bit-rate = 64 kb/s, hohe Kompression)
MPEG2: Generelle Kompression von Audio- und Videodaten insgesamt. Mit einer Bit-rate von ca. 6 Mb/s erreicht dieser Standard TV-Qualität. Mit MP2 wird auch Surround-Sound eingeführt, als 5 Audio-Kanäle (links, zentral, rechts, links surround, rechts surround) und zusätzlich ein Tiefbass-Kanal.

MPEG3: War ursprünglich als Standard für HighQuality-TV geplant, wurde aber in MP2 mit aufgenommen. MPEG3 wurde demnach nicht entwickelt. MP3 ist ja bekanntlich die Kurzform für MPEG1 Layer III.

MPEG4: Ein Kodierungsstandard für Objektdarstellungen. Sowohl die Bilder als auch der Sound soll auf verschiedene räumlicht Objekte zugeschnitten sein. Demnach soll man virtuell entscheiden können, ob man ein Konzert lieber in den Bergen, am Strand oder in der Küche hören will. Außerdem können verschiedene "Blickwinkel" mit je unterschiedlichen Eigenschaften berechnet werden. MPEG4 ist in der Entwicklung. Als Standard wird es nicht vor Ende 1999 erwartet.

Weiterentwicklungen dieses Standards sind schon angedacht. Neue MPEG-Formate sollen MPEG7 und MPEG13 werden. Allerdings ist bis heute lediglich MPEG1 vollkommen standardisiert worden.

Die MPEG-Standards sind Abwärtskompatibel. MPEG 2 ist kompatibel mit MPEG1 aber nicht umgekehrt.

Layer 3, von dem MP3 die 3 hat, ist ein Bestandteil des MPEG1-Standads.

Audiokompression
Die Layer3-Kompression macht sich Erkenntnisse der psychoakustik zunutze. Das menschliche Gehör nimmt Töne zwischen ca 20 HZ und 20 kHz wahr, die besten Resulate erzielt es zwischen 2 und 4 kHz - der Bereich der menschlichen Stimme. Es liegen Studien vor, nach denen Klänge einer gegebenen Frequenz und Höhe die direkt anschließenden Frequenzen überdecken können, selbst wenn diese nur um wenig leiser sind. Dieses Phänomen wird Maskierung genannt. Dabei ist jede Frequenz nicht nur für die direkt angrenzenden, sondern für eine ganze Reihe anderer Fequenzen relevant (Frequenzverdopplungen). Das Weglassen der so als "überflüssig" erachteten Audioinformationen ist die Grundlage von Layer3. Mit gewöhnlichen Komprimierungsverfahren wäre ein derartiges Resultat nicht zu erreichen.

Als erster Schritt zerlegen MP3-Encoder nun das Spektrum von 20 bis 20 000 Hz in 32 Abschnitte, sog. Subbänder, unterteilt. Dieses Verfahren wird als Time-Frequency Mapping bezeichnet. In einer zweiten Phase werden aus diesen Subbändern Teile herausgerechnet, weggelassen, von denen nicht erwartet wird, dass sie hörbar sein werden. Ein Verfahren hierfür wird Fast Fourier Transfomation genannt. Masking bedeutet also, Informationen anhand errechneter Schwellenwerte wegzulassen. Als Ausgangspunkt dient das lauteste Signal bzw. das Verhältnis Signal/Masking (SMR = Signal to Masker Ratio). In einer dritten Phase wird die Quantisierung und Codierung vorgenommen, die ein Verhältnis von Signal zu Rauschen für jedes Subband errechnet (Das Signal sollte natürlich lauter als das Rauschen sein). In der letzten Phase wird aus all dem ein komprimierter File erstellt. Dabei werden Verfahren genutzt, wie man sie von gewöhnlichen Packern her kennt (ZIP, RAR, GZ). Längere Reihen gleicher Signale (z.B. X einsen) werden durch kürzere Zeichenfolgen ersetzt.

Die Kodierung als Layer 3 ist komplexer als Layer 1 oder 2. Die wichtigsten Punkte in bezug auf den Algorithmus sind:
Neben der FFT wird eine weitere Transformation, der sog. Discrete Cosine Transform Filter (DCTF) angewandt. Dies ergibt ein auf psychoakustischer Ebene klanggetreueres und insgesamt stärker komprimiertes Ergebnis.


Die Berechnung der Subbänder, auf denen die Encodierung zu einem großen Teil beruht erfolgt nicht mehr in gleichen Abschnitten durch das gesamte Frequenzspektrum, sondern orinetiert sich an psychoakustischen Erkenntnissen.
Welche Encodierungsalgorithmen die "besten" sind kann nur von Situation zu Situation entschieden werden. Was die Soundqualität anbelangt, kann man sich zum Teil an der Geschwindigkeit des Encodierungsprozesses orientieren. Wer Zeit und Lust dazu hat, kann am besten die verschiedenen Programme und Algorithmen testen und muss dann einen Kompromiss zwischen Qualität, File-Größe und Dauer der Encodierung wählen.

Die Bitrate
Die Bitrate, zusammen mit der Samplefrequenz und der Anzahl der Kanäle, ist ein wichtiger Parameter, der File-Größe und Soundqualität beeinflusst. Hier gilt:
Höhere Bitrate = größerer File
Niedrigere Bitrate = kleinerer File

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Gibt es Alternativen zu MP3?

Es gibt viele andere Audio-Formate im Internet. Musikvertriebe und Label sind an einem komprimierten downloadbaren Format mit Kopierschutz interessiert. Wie immer dreht sich vieles um die Position als faktischer Standard. Hier hat MP3 noch deutlich die Nase vorn. Dem technisch guten Format diesen Rang streitig zu machen wird einigen Aufwand kosten.

Bei den Streaming-Technologien ist die Sache nicht so klar. RealAudio ist sicherlich eines der verbreitetsten Formate in diesem Bereich.

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Systemvoraussetzungen für MP3.

Abspielen von MP3's erfordert keinen teuren Rechner. Jeder 486er mit Soundkarte und Boxen/Kopfhörer ist ausreichend. Flüssige Performance gibt's ab Pentium I aufwärts. Je langsamer ein Rechner ist, desto stärker wird die Perfomance anderer Programme durch den MP3-Player eingeschränkt. Das kann bei eimen langsamen Pentium schon ganz schön nerven.

Die Songs speichert man in der Regel auf der Festplatte. Einiges an Festplatten-Platz sollte also schon frei sein - abhängig davon, ob man immer das gleiche hören will oder nicht. 1 Minute Stereo-Musik schluckt ca. 1MB Speicher.

In der Regel wird ein Software-MP3-Player benötigt, um MP3's auf dem PC abzuspielen (Soundkarten mit integrierten MP3-Playern existieren bereits, sind aber noch nicht sehr verbreitet). Software-Player sind sehr verbreitet und in der Regel kostenlos. Sehr bekannt sind z.B. Winamp für PC, Macamp für Macintosh, Xmms für Linux und Xaudio für Unix.

Außerdem empfehlen wir den Realplayer, um die Realaudio-Daten zu lesen. So kann man in die einzelnen Lieder hereinhören, bevor man sie herunterlädt. Realaudio ist ebenfalls ein sehr verbreitetes Format im Internet.

Neu im Internet Explorer 6.0 ist dass Multimedia Plugin des Windows Media Players 7.0, welcher Mp3 Songs auch auf direktem Wege im Internet Explorer abspielen kann. So kann man auch mit dem Internet Explorer in den Song herein hören, bevor man sie herunterlädt.

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Wie man MP3-Files erstellen kann.

Die Erstellung von MP3-Files lässt sich in zwei Schritte gliedern. Zunächst muß die Musik als WAVE-Datei vorliegen, dann kann sie in einem weiteren Schritt komprimiert werden.

Die Wave-Dateien erhält man durch das Einlesen von digitalen CD-Audio-Daten aus dem CD-Rom-Laufwerk oder indem man über den Line-In Stecker der Soundkarte aufnimmt. Hierfür wird zumeist ein Wave-Editor (z.B. die CoolEdit oder Goldwave, Wavelab) verwendet. Die Soundqualität hängt dann von verschiedenen Faktoren ab (Musikquelle, Abspielgerät, Soundkarte, Software). Das Resultat kann OK sein, ist aber oft eher ernüchternd. Die genannten Wave- Editoren bieten allerdings auf genau diese Probleme besondere Routinen an (Normalisieren, Noise- Gate, DeKlicker, DeNoiser etc.). Dafür kann man dann die kiloschwere Platten- oder Tape-Sammlung auf ein paar handliche CDs oder Festplatte(n) schrumpfen lassen!

Beim Einlesen der Daten von einer CD gibt es keinen Qualitätsverlust. Die Vorgehensweise ist hier weniger umständlich. CD einlegen, einlesen, komprimieren, fertig. Die nötige Software finden Sie auf www.itlocation.com , vieles davon ist Shareware, einige Programme sind auch Freeware. Man verwendet 'Ripper' zum Einlesen von CD nach WAVE, 'Encoder' zum kopmrimieren in ein MP3-Format oder 'All- in- One'- Prgramme um alles in einem Schritt zu erledigen.

Die aufwendigeren Programme bieten 'ALL-IN-ONE'-Lösungen. Einlesen und komprimieren wird in einem Arbeitsschritt erledigt (z.B.Audiokatalyst, Musicmatch Jukebox, Cd'n'Go etc.). Die Komprimierung kann sich auf 2 unterschiedliche Algorithmen stützen. Die Xing- Routinen arbeiten etwas schneller als die des Fraunhofer-Institutes, große Qualitätsunterschiede scheinen nicht zu bestehen.

Mit den Fraunhofer-Algorithmen arbeiten MP3 Compressor, MP3 Producer, MusicMatch Jukebox und Mpeg Encoder. Xing MPEG Encoder und Audiocatalyst basieren auf Xing- Algoritmen und sind etwas schneller bei der Codierung. Ausprobieren!

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Wie erstelle ich Mp3s von Kassetten, Radio oder Stereoanlage?

Dazu muss man die Soundquelle, z.B. ein Tapedeck an den Eingang der Soundkarte anschließen.
Mit einer Software wie z.B. einem Wave- Editor kann man dann die Musik als Wave- Files auf die Festplatte speichern. Diese kann man wiederum mit MP3-Encodern zu MP3s umwandeln. 
Bei Problemen sollte man die Einstellungen der Soundkarte überprüfen (Input-Kanal festlegen und aussteuern).

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Was bedeutet Samplefrequenz, was ist der Unterschied zwischen 8- und 16-Bit Mp3s?

Der Begriff "Samplefrequenz" wird einem spätestens dann auf den Bildschirm kommen, wenn man einmal Mp3s herstellen will. Ein Audiosignal, wie es aus dem Instrument kommt wird als analog bezeichnet (Schallwellen). Wenn man es auf einer Festplatte oder CD speichern will, muss es digitalisiert werden (also in Nullen und Einsen umgewandelt werden). Dazu muss man eine bestimmte Zeitspanne wählen, in der eine bestimmte Anzahl von Momentaufnahmen gemacht werden. Die Errechnung der Anzahl dieser Punkte orientiert sich an einer wahrscheinlichkeitstheoretischen Annahme, dem Theorem von Nyquist. Demnach muss man für jede Periode einer Sinuskuve mindestens zwei Punkte haben. Naja, wer so samplen will, wird seltsame MP3s bekommen. Musik ist halt keine Sinuskurve und deshalb gibt es noch eine Reihe von Verfahren, mit denen versucht wird, Wellen zu Bits zu machen.

Etwas leichter wird das ganze dadurch, dass Mensch ohnehin nur zwischen 20 Hz und 20 kHz hören kann. Man kann das Audiosignal also als ca. 20 kHz breites Band beschreiben. Eine digitale Aufzeichnung muss nun Momentaufnahmen von diesem Band machen. Je schneller, desto besser. Bei CD-Qualität sind das ca. 23 Momente je ms oder 44.100 Hz. Radioqualität entspricht einer Frequenz von 22.050 Hz, von Telefonqualität spricht man bei einer Frequenz von 11.025 Hz.

Die Wahl der Sample-Frequenz beeinflusst natürlich die Klangqualität sowie die Größe des Files:
KLANGTREUE: Je mehr Punkte des Klanges pro Zeiteinheit gespeichert werden, desto näher kommt das Sample dem ursprünglichen Klang.
FILE-GRÖßE: Mehr Sample-Punkte führen zu größeren Files.


Die oben beschriebene Frequenz gilt für die Zeit-Achse. Eine CD hört alle 23 ms wie der Ton Klingt, also welche Frequenzen im Ton vorkommen. Für die Achse der verschiedenen Frequenzen gibt es nun ebenfalls unterschiedliche Werte: 8 oder 16 bit. Mit acht bit hört man 2^8 = 256 Ebenen im Frequenzgang. Mit 16 bit sind es 2^16 = 65,536 Ebenen, also eine viel feinere Abstufung. Wie oben gilt: Je besser die Klangqualität, desto größer die Files.

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Was ist der Unterschied zwischen Streaming und Download?

Als Streaming wird die übertragung und direkte Darstellung von Sound- oder Videodaten bezeichnet. Dies ist vergleichbar mit dem Radio. 
Im Gegensatz zum Download kann man so (nach einer kurzen Preload-Phase) relativ schnell die gewünschte Musik hören. Beim Download mus zuerst der gesamte File auf die Festplatte gespeichert werden und kann dann abgespielt werden (dann aber so oft man will, was beim Streaming eher selten der Fall ist).

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Welche Software sollte man haben um im Internet nach Musik zu suchen?

Das verbreitetste Streaming-Format ist RealAudio. Deshalb kann man den dazu notwendigen RealPlayer auf jeden Fall empfehlen. Man kann den RealPlayer bei Real herunterladen. Für MP3s ist die Software-Auswahl dagegen riesig! Hier lohnt sich ein Blick ins Software Portal www.itlocation.com zu werfen. Wir haben die besten Programme für euch gesammelt und nach Betriebssystemen geordnet.

Unsere Empfehlungen zum Start:
  • Für Audio/Video Streamings: Realplayer
  • Um MP3s anzuhören: Winamp oder Macamp
  • Um MP3s zu erstellen, archivieren und anhören: Music Match Jukebox

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Was ist das Urheberrecht?

Das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum an Werken, die eigenständig erschaffen wurden. Das Urheberrecht an einem selbst erstellten Musikstück ist und bleibt bei der Person oder den Personen, die es hergestellt haben (in Musik und Text). Der urheberrechtliche Schutz wird in fast allen Ländern der Erde gewährleistet. Das beinhaltet auch das Recht, diese Musik kommerziell zu verwerten, das sog. Verwertungsrecht.

Lediglich das Verwertungsrecht kann durch die Autoren auf Dritte übertragen werden:
  • Um die Musik auf physischen Datenträgern zu veröffentlichen (Schallplatten, CDs, Kassetten) oder via Internet zu vertreiben.
  • Um die eigene Musik öffentlich zu vermarkten.
  • Um die Musik öffentlich aufzuführen, auch via Internet.

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Wann beginnt und wann endet das Urheberrecht?

Wenn es darum geht das Urheberrecht zu wahren, ist es zunächst einmal wichtig wie ein Autor diese Rechte überhaupt erwirbt.

Im musikalischen Bereich können verschiedene Elemente Gegenstand des Urheberrechtes werden:
  • Die musikalische Arbeit, das Musikstück incl. Text
  • Die Registrierung der Musik
  • Theaterwerke und Begleitmusik
  • Sound für Filme
Das Urheberrecht entsteht, indem ein Künstler seine Werke auf einen Tonträger aufnimmt oder als Partitur fixiert. Im Moment in dem er ein eigenständig erarbeitetes Stück Musik derart fixiert erwirbt er jene einklagbaren Urheberrechte.

Das Urheberrecht bleibt nicht ewig bestehen, es hat eine festgelegte Dauer. Nach Ablauf des urheberrechtlichen Schutzes werden die betreffenden Werke als gemeinfrei bezeichnet, d.h. sie können von jedem beliebig genutzt werden. Der urheberrechliche Schutz der Werke bleibt zu Lebzeiten des Urhebers und bis spätestens 70 Jahre nach seinem Tod bestehen.

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Wie kann ich meine Musik schützen?

Hier sollen einige Wege beschrieben werden, wie man im Streitfall belegen kann, dass man der Autor eines bestimmten Stückes ist. Es bestehen mehrere Möglichkeiten ein bestimmtes musikalisches Werk zu schützen. Zum einen besteht die Möglichkeit der Registrierung bei der GEMA (Deutschland), SUISA (Schweiz) oder bei der AKM (österreich). Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich Mitglied der GEMA, SUISA oder AKM zu sein.

Eine einfache Möglichkeit eigene Werke zu schützen besteht darin, ein eingeschriebenes Päckchen an die eigene Adresse zu senden. Dieses Päckchen sollte alle Elemente des Werkes enthalten. Sollte dann die Entstehung des Werkes in Frage gestellt werden, genügt das noch unverschlossene Päckchen zum Nachweis des Entstehungsdatums.

Beim United States Copyright Office können auch Werke registriert werden, die nicht in den USA entstanden sind. Kraft internationaler Regelungen kann das Urheberrecht fast weltweit gewahrt werden. Damit ist es auch nicht zwingend erforderlich, die Registrierung von Werken bei den nationalen Organisationen einzugeben. Aktuelle Tarife und Informationen zum Copyright Office finden sich unter http://www.loc.gov/copyright. Momentan (30.Oktober 1999) benötigt man zur Registrierung:
Ein komplett ausgefülltes Formular
30 US$ Gebühren
Eine Kopie der Registrierung
Als Datum der Registrierung gilt der Eingang der Unterlagen bei der Organisation.

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Wenn man einen Song im Netz verkauft, darf er dann von jedem Käufer beliebig kopiert werden?

Nein, aus drei Gründen:

  • Ein MP3 zu kopieren und weiterzugeben ist ebenso wenig legal, wie das Kopieren und Weitergeben von CDs und Schallplatten. Man darf also lediglich (Sicherheits-) Kopien zum privaten Gebrauch anfertigen.
  • Um einen File zu kopieren sind die technischen Anforderungen unabhängig davon, ob man den File gekauft hat, oder ob man ihn gratis aus dem Netz gezogen hat. In beiden Fällen bleibt der Kopieraufwand gleich. Die Tatsache, dass der Song verkauft wurde spielt hierbei keine Rolle.
  • Einen File zu kopieren und weiterzugeben ist also ein Verstoß gegen das Urheberrecht, egal ob der Song verkauft wurde oder nicht. Außerdem bleibt das Urheberrecht unangetastet. Ihr könnt es also nicht dadurch verlieren, dass irgendwer eure Sachen weiterkopiert.
Im Internet werden MP3s ja häufiger kostenlos abgegeben, als sie verkauft werden. Viele Fans laden sich die Musik aus dem Netz und kopieren sie für ihre Freunde. Auch das ist, sofern der Künstler es nicht ausdrücklich erlaubt, illegal. Ausnahmen sind z.B. die Bewegung NCN, No Copyright Necessary, die das Kopieren, Weiterverteilen und auch Verändern von Tracks explizit befürwortet.

Zum Verkauf von Musik online soll nochmals bemerkt werden, dass dies eine Verwertungsform ist, die das Urheberrecht nicht einschränkt. Der Inhaber des Urheberrecht kann weiterhin alle damit verknüpften Rechte geltend machen, gegebenenfalls auch unter Rückgriff auf Beweismaterial, das seine Autorenschaft belegt.

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